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06. April 2020 - Besuch Werbellinsee

Unsere ambitionierten Pläne für dieses Jahr haben sich mit der Corona-Krise leider in Wohlgefallen aufgelöst. Aufgrund der allgemeinen Kontaktbeschränkungen und der besonderen Vorsicht, die wir als Taucher walten lassen müssen, um möglichen Lungenschäden durch eine Erkrankung mit Covid-19 vorzubeugen, sind unsere diesjährigen Pläne für Tauchcamps vorerst auf Eis gelegt. Hinzu kommt, dass die EJB am Werbellinsee geschlossen ist und wir weder eine Möglichkeit zur Unterkunft haben, noch eine Möglichkeit zum Füllen unserer Tauchflaschen, da sich die Tauchbasis Werbellinsee auf dem Gelände der EJB befindet.
Nichtsdestotrotz lohnt sich ein kleiner Ausflug an den See, um die Stille und Schönheit der Landschaft zu genießen!

Foto: Michaela Reinfeld

Eintrag von Michaela

 

14./15. März 2020 - Tauchcamp

Das Jahr 2020 soll ganz im Zeichen der 3D-Dokumentation (Structure from Motion) unser Kaffenkähne stehen, denn durch den fortschreitenden Bewuchs mit Muscheln werden die Kähne immer schlechter dokumentierbar! Leider gibt es kein Mittel gegen die invasive Quagga-Muschel, sodass die 3D-Dokumentation die schnellste und einfachste Methode ist, um den Ist-Zustand der Kaffenkähne zu erfassen, bevor sie komplett überwachsen sind.
Übrigens kann es fatale Folgen haben, die Muscheln von den Wracks entfernen zu wollen! Nicht nur könnte die fragile Holzstruktur irreparablen Schaden nehmen, auch würde eine Entfernung der Muscheln nur von kurzer Dauer sein. Im Handumdrehen sind die Kähne wieder zugewachsen. Daher ein Appell an alle Taucher: Bitte lasst die Kaffenkähne in Ruhe und versucht nicht, sie von den Muscheln zu befreien! Ihr könntet damit unbeabsichtigt großen Schaden anrichten!
<p> Unser März-Camp sollte sich der 3D-Dokumentation einiger Kaffenkähne vom Kap Horn widmen. Da ein Großteil der Vereinsmitglieder durch die derzeit grassierende Grippe außer Gefecht gesetzt war, hatten wir das große Glück, dass Florian Huber von der Firma Submaris für einen Tag seine Unterstützung angeboten hat. So konnte unser kleines Team, bestehend aus Kai, Uwe, Florian und mir, sich ganz auf die Dokumentationsarbeiten konzentrieren. Während Uwe und Florian sich dem sog. „Halben Wrack“ widmeten, unternahm ich einen Ausflug zum „Hangwrack“, welches vor lauter Muscheln fast gar nicht mehr zu erkennen ist. Da sich die Muscheln offenbar vom flachen Wasser in tiefere Gefilde „vorarbeiten“ sind insbesondere die Wracks besonders stark bewachsen, die sich in Tiefen bis etwa 20 m befinden. Aber auch die im tieferen Wasser gelegenen Wracks werden immer stärker besiedelt.
Danke nochmal an alle Vereinsmitglieder, die das Wochenende unterstützt haben! Besonderer Dank gilt Wilfried Kroneder von der Tauchbasis Werbellinsee und Florian Huber von Submaris.
Die Nachbearbeitung der Bilder benötigt leider noch etwas Zeit, aber hier schonmal ein paar Schnappschüsse vom Wochenende…

Uwe Klimek am "Halbes Wrack"   Kaffe "Halbes Wrack"
Uwe Klimek   Florian Huber und Uwe Klimek
  Sonnenuntergang am Werbellinsee  

 

Das Sonarbild diente den Tauchern als grobe Orientierung für die Fotoaufnahmen.

  Sonarbild Hangwrack  

 

Das Hangwrack ist bereits vollständig mit Muscheln bewachsen.

  Kaffe "Hangwrack"  


Fotos: Florian Huber & Michaela Reinfeld

Sonarbild des Doppelwracks: Michaela Reinfeld

Eintrag von Michaela

 

05.01. 2020 - Monitoring Hangwrack

Am 05.01.2020 trafen sich Kai, Bernd und Johannes nach sehr spontaner Absprache zu einem kleinen Monitoring am Hangwrack. Die Sichtweiten waren schon mal nicht schlecht, obwohl auch schon besser erlebt.

 

Unverkennbar waren leider die Spuren des vergangenen Sommers

(vgl. Eintrag 27-28. Juni 2019 Tauchcamp):

Das Hangwrack liegt unter einem beliebten Ankerplatz.

 

Einige Planken des Wracks sind von den sich verfangen habenden Ankern abgerissen worden. Eine Planke präsentiert sich nun als regelrecht aufgestellt. Der sonst hinderliche Muschelteppich dient hier nun als Indikator für die Zerstörungsprozesse.

 

Auch ist die Gefahr durch den zunehmenden Muschelbewuchs nicht zu unterschätzen. Zwar greifen die Muscheln das Holz nicht an, sonder bilden eher eine Schutzschicht. Da die Muschelkolonien aber stetig wachsen, nimmt auch ihr Gewicht auf die alten, fragilen Strukturen des Wracks zu. Der krasse Unterschied kann hier durch ein Bild von 2008 mit den aktuellen vom vergangenen Sonntag leicht eindrücklich gemacht werden. Die selten gezeigten und wenig bekannten Hölzer zur ehemaligen Befestigung der Lenzpumpe im Bugbereich vor dem Baumstumpf vor dem Maststuhl sind nun vollständig, mehrschichtig mit Muscheln zugewuchert.

 

Am Bug beginnen die ersten Muscheln stalaktitenartig ihre Kolonie von oben herabhängend zu vergrößern. Insgesamt geht es mit dem Zustand des Hangwracks rapide bergab. Die backbordseitige, aufgesprungene Bodenplanke des Bugs ließ eine der beiden großen Spanten auf den Seegrund aus dem Kahn herausfallen.

 

Neben natürlichen Fressfeinden der Muscheln (vorwiegend Wasservögel wie Reiherente, Blässhuhn) wäre auch eine Ankerverbotszone durch Bojen oder Schilder gekennzeichnet über den ufernahen Wracks angebracht.

Fotos: Kai, Bernd, Johannes

Eintrag von Johannes

 

Ältere Einträge findet man in den Tagebüchern

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